Samstag 07.02.2026, 10:00 Uhr
Lectio Divina
Referentin: Pastoralref. Irmgard Poestges
Die Lectio divina ist eine alte Form der geistlichen Bibellesung, die ihren Ursprung im monastischen Leben hat. Sie lädt dazu ein, einen biblischen Text in Ruhe zu lesen, ihn im Herzen zu bewegen und offen zu werden für das, was Gott durch sein Wort sagen möchte.
In einer Abfolge von Schritten – Vorbereitung, Lesen (lectio), Meditation (meditatio), Gebet (oratio) und Kontemplation (contemplatio) – nähert sich der Betende dem Wort Gottes. Dabei geht es weniger um das Verstehen mit dem Kopf allein als um ein hörendes Dasein vor Gott.
In seinem Brief Scala claustralium an den Mitbruder Gervasius beschreibt Guigo der Kartäuser diese Weise der Schriftlesung als einen geistlichen Weg, der das christliche Leben prägt und vertieft.
Irmgard Poestges
Donnerstag, 26.03.2026, 19:00 Uhr
Unterscheidung der Geister
Referent: Pfr. i.R. Karl-Heinz Sülzenfuß
Es gibt viele Meinungen, Nachrichten, Ereignisse, zu denen wir Menschen uns verhalten dürfen, können und manchmal sogar müssen. Auch die inneren Stimmen und Regungen wie Zuneigung, Freundschaft, Neid, Ärger, beeinflussen unsere Entscheidungen.
Um gut zu entscheiden, muss man die inneren Regungen kennen. Dazu hilft das Gebet der liebenden Aufmerksamkeit.
Dieser Abend führt in diesen Aspekt ignatianischer Spiritualität ein.
Karl-Heinz Sülzenfuß, Pfarrer i.R.
Samstag, 18.04.2026, 10:00 Uhr
Ignatianische Schriftbetrachtung
Referent: Pastoralreferent i.R. Detlef Tappen
Zu welcher Tageszeit speist Jesus die 5000 Zuhörenden? Was säumt den Weg, den der „verlorene Sohn“ nach Hause geht? Wie riecht es an der Stelle, wo Jesus dem blinden Bettler begegnet?
Die biblischen Texte erzählen davon wenig, meist nichts, aber in unseren inneren Bildern spielt die Atmosphäre, die auch davon geprägt ist, was es zu sehen, hören und riechen gibt, eine große Rolle. Sie lässt uns ahnen, wer Jesus ist, wer Jesus für mich ist, aber auch wer bin, wer ich sein möchte und wer ich vor Gott bin.
Die Form des Betens mit der Bibel, die auf den Gründer des Jesuitenordens, den hl. Ignatius von Loyola zurückgeht, lädt ein, sich mit den eigenen Gedanken, Sehnsüchten und Zweifeln genau an den Stellen niederzulassen, wo die Bibel Raum lässt für die eigene Lebenserfahrung.
Mit einigen ausgewählten biblischen Begegnungsgeschichten werden wir die IGNATIANISCHE SCHRIFTBETRACHTUNG ausprobieren und einüben.
Detlef Tappen
Donnerstag, 21.05.2026, 19:00 Uhr
Rosenkranzgebet
Referent: Helge Smulczynski
- Der Apostel Paulus riet den Christen in Thessalonich: „Betet ohne Unterlass.“ Wie können wir in diesen hektischen Tagen dem kurzen aber eindringlichen Aufruf zu einem wachsamen und gottzugewandten christlichen Leben folgen? Könnte der Rosenkranz vielleicht eine Hilfe sein, auch in der heutigen Zeit "ohne Unterlass zu beten"?
- Passt der Rosenkranz überhaupt in unsere moderne Zeit? Und wenn ja, welchen persönlichen Nutzen kann ich aus dem Rosenkranzgebet ziehen?
- Was hat der Rosenkranz eigentlich mit Jesus Christus zu tun? Bete ich damit womöglich Maria an?
Helge Smulczynski